Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.25673/123193
Title: Nicht-Binarität in der Sexualtherapie - Zum Umgang des Gefühls der Geschlechtszugehörigkeit nach Sexocorporel
Author(s): Schenk, Caroline
Referee(s): Voß, Heinz-Jürgen
Kneubühler, Ben
Granting Institution: Hochschule Merseburg
Issue Date: 2025-09
Type: Master thesis
Language: German
Publisher: Hochschulbibliothek, Hochschule Merseburg
URN: urn:nbn:de:gbv:542-1981185920-1251365
Subjects: Sexocorporel
Nichtbinarität
Gefühl der Geschlechtszugehörigkeit (GdG)
geschlechtersensible Sexualtherapie
Weiterentwicklung
Abstract: Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie das Konzept des Gefühls der Geschlechtszugehörigkeit (GdG) nach dem Modell Sexocorporel in der sexualtherapeutischen Begleitung nichtbinärer Menschen angewendet werden kann. Der Hintergrund der Arbeit ist eine kritische Reflexion potenzieller binärer und heteronormativer Prägungen des Modells. Auf dieser Grundlage wurden fünf Interviews mit Expert*innen durchgeführt und qualitativ ausgewertet. Anliegen der Arbeit ist es, die Anwendbarkeit des GdG kritisch zu reflektieren und Impulse für eine geschlechtersensible Weiterentwicklung des Modells zu geben. Hierdurch soll ein Beitrag dazu geleistet werden, dass geschlechtliche Vielfalt in Theorie, Praxis und Ausbildung bewusster reflektiert und differenzierter berücksichtigt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass das ursprüngliche GdG Konzept normativ geprägt ist. Es kann jedoch durch Weiterentwicklungen, wie beispielsweise dem Gefühl der Zugehörigkeit zum sexuellen Körper und dem Gefühl der Zugehörigkeit zur eigenen Gendergruppe, an geschlechtliche Vielfalt anschlussfähig gemacht werden. Körperzentrierte Interventionen werden in der Arbeit mit nichtbinären Menschen grundsätzlich als hilfreich eingeschätzt, wenn sie individuell angepasst und sensibel gestaltet werden. Als zentral für eine gelingende Begleitung erweist sich die Haltung und das Menschenbild der Fachperson, welche die therapeutische Arbeit mit dem Modell prägen. Die Arbeit leistet einen praxisnahen Beitrag zur Weiterentwicklung einer inklusiven, geschlechterreflektierten Sexualtherapie und Beratung.
This master’s thesis examines how the concept of the feeling of belonging to one’s gender (GdG) according to the Sexocorporel model can be applied in sexual therapy with nonbinary individuals. The background of the study is a critical reflection on potential binary and heteronormative influences within the model. Based on this foundation, five interviews with experts were conducted and analyzed using qualitative methods. The study critically assesses the applicability of the GdG and provides impulses for a gender-sensitive development of the model. This in turn aims to contribute to a more conscious and differentiated integration of gender diversity into theory, practice, and professional training. The results show that the original GdG concept is normatively influenced. However, it can be made compatible with gender diversity through further development, such as the feeling of belonging to the sexual body and the feeling of belonging to one’s gender group. Body-centered interventions are generally considered beneficial in working with nonbinary individuals as long as they are individually adapted and designed in a sensitive way. The practitioner’s attitude and conception of human nature, which shape the results of the application of the model, emerge as a central point to effective support. This thesis offers a practice-oriented contribution to the development of inclusive, gender-reflective sex therapy and counseling. [Mit DeepL übersetzt]
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/125136
http://dx.doi.org/10.25673/123193
Open Access: Open access publication
License: (CC BY-SA 4.0) Creative Commons Attribution ShareAlike 4.0(CC BY-SA 4.0) Creative Commons Attribution ShareAlike 4.0
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