Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.25673/123072
Title: Endometriose - Sexualität mit diagnostizierter Endometriose
Author(s): Wüthrich, Madeleine
Referee(s): Stumpe, Harald
Silvani, Agnes
Granting Institution: Hochschule Merseburg
Issue Date: 2025-07
Type: Master thesis
Language: German
Publisher: Hochschulbibliothek, Hochschule Merseburg
URN: urn:nbn:de:gbv:542-1981185920-1250152
Subjects: Endometriose
weibliche Sexualität
unzureichende Thematisierung der Sexualität
chronische Krankheit
Schmerzen
Kinderwunsch
qualitative Forschung
Mayring
halbstrukturierte Interviews
deduktiv und induktiv
Abstract: Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen der chronischen Erkrankung Endometriose auf die Sexualität betroffener Personen, unter besonderer Berücksichtigung psychosozialer, körperlicher und medizinischer Einflussfaktoren. Grundlage der Untersuchung sind qualitative Interviews mit vier Betroffenen, die mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2022) systematisch ausgewertet wurden. Die Analyse orientiert sich an drei forschungsleitenden Hypothesen und fokussiert auf sexuelle Funktionen, Lustempfinden, Körperwahrnehmung sowie Bewältigungsstrategien und Erfahrungen im medizinischen Versorgungskontext. Die Ergebnisse zeigen, dass Endometriose die sexuelle Gesundheit erheblich beeinträchtigt – insbesondere durch chronische Schmerzen, eine veränderte Körperwahrnehmung und emotionale Belastung. Die Befragten entwickeln individuelle Strategien zur sexuellen Anpassung und greifen teilweise auf komplementäre Therapieformen zurück. Gleichzeitig offenbaren sich deutliche Defizite in der medizinischen Versorgung: Sexualität wird selten thematisiert, sexualmedizinische Beratung fehlt weitgehend, psychosoziale Unterstützung und partizipative Entscheidungsprozesse bleiben eingeschränkt. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen deutlich, dass sich Betroffene eine ganzheitlich ausgerichtete Versorgung wünschen, die medizinische, psychologische und sexualtherapeutische Aspekte miteinander verbindet. Diese Form der interdisziplinären Betreuung wird auch in der einschlägigen Literatur als wünschenswert und notwendig beschrieben. In der Praxis wird sie bislang jedoch kaum umgesetzt. Darüber hinaus betont die Arbeit den Forschungsbedarf hinsichtlich sexualitätsbezogener Versorgung bei Endometriose. Die Ergebnisse liefern praxisrelevante Impulse für eine stärkere Berücksichtigung sexueller Gesundheit in der Endometriose-Versorgung und für die Weiterentwicklung bedarfsgerechter Behandlungsmodelle.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/125015
http://dx.doi.org/10.25673/123072
Open Access: Open access publication
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